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Gemälde deutscher Künstler

Gustav Koken

Gustav Koken
Hannover 1850 - 1910
Gehöft in Niedersachsen
Öl/Lwd, 76 x 92 cm, sign.

 

 

 

 

Landschaftsmaler. Stammt aus der bedeutenden hannoveranischen Künstlerdynastie Koken. Schüler seines Onkels Edmund sowie der Weimarer Kunstschule unter Theodor Hagen. Die Weimarer Landschaftsschule unter Hagen hatte einen regen Austausch mit den Malern von Barbizon in Frankreich, dem damaligen Mekka der Landschaftsmalerei in der freien Natur. Koken lebte bis 1878 in Weimar und ließ sich dann in Hannover nieder. Schilderte in zahlreichen Heide- und Waldbildern die landschaftlichen Schönheiten seiner norddeutschen Heimat. Er machte sich besonders um die Belebung des Ausstellungswesens in Hannover einen Namen. Seit 1872 hat Koken regelmäßig an vielen großen deutschen Kunstausstellungen teilgenommen. Das historische Museum Hannover widmete im Frühling 2010 unter dem Thema "Hinaus in die Natur" eine große retrospektive Gemäldeausstellung der Malerdynastie Koken. Im Rahmen der Ausstellung wurde der Einfluß der französischen Malerei auf die Weimarer Künstler deutlich.   ⇒wikipedia   

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Biografisches Künstlerlexikon 1882, Boettcher: Hannoversches Biographisches Lexikon, Edmund, Gustav und Paul Koken. Von Sehnsucht und Erfolg einer Malerfamilie, Schriften des Historischen Museums Hannover, Thielen: Stadtlexikon Hannover, Homann: Maler sehen die Lüneburger Heide, 

Karl Heffner

Karl Heffner
Würzburg 1849 - 1925
Ansicht von Emden am Abend
Öl/Lwd, 70 x 95 cm, sign.

 

 

 

Landschaftsmaler. Studierte ursprünglich in München Musik, wo er leidenschaftlich für Wagner Partei ergriff. Als Maler Schüler Liers und Stademanns in München. Anfang der 70er Jahre viele Studienreisen nach England, danach Italien, zuletzt in Berlin ansässig. Stellte in Wien, München, Berlin, London und Paris aus. Heffner wurde durch das Studium Turners, Constable's, Corot's, Rousseau's u.a. Meister des Paysage intime. Heffners Lieblingsthema ist die Schilderung der einsamen Natur in der Abenddämmerung und an trüben, regenfeuchten Tagen im Frühling und Herbst, sumpfiger Heidelandschaften und Hochmoore, Lichtreflexe auf stillen Wasserflächen und Teichen, weiter von dunklen Baumsilhouetten begrenzter Horizonte mit charakteristischer, aber unaufdringlich behandelter Staffage. Er zeigt dabei eine hohe Meisterschaft in den unendlichen Abstufungen grauer und brauner Töne, in sicherer Zeichnung, plastischer Wiedergabe der Einzelformen und überhaupt in der poetischen Gesamtstimmung bildmäßig gestalteter Naturausschnitte, ohne freilich an Naturwahrheit und Größe des Gesamteindruckes seine französischen und englischen Vorbilder zu erreichen. Das Museum im Kulturspeicher Würzburg bewahrt einige seiner Werke auf.    ⇒Würzburgwiki

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, Pecht: Geschichte der Münchner Kunst, Rosenberg: Geschichte der modernen Kunst, Muther: Geschichte der Malerei im 19. Jhdt, Jansa: Deutsche bildende Künstler, Dressler: Kunsthandbuch

Carlos Grethe

Carlos Grethe
Montevideo 1864 - 1913 Nieuport (Belgien)
Häuser am Fluß
Öl/Lwd, 56 x 66 cm, sign.

 

 

 

Maler und Graphiker. In Uruguay als Sohn deutscher Eltern geboren. Lebte seit 1869 in Hamburg. Seine künstlerische Ausbildung bekam er an der Akademie in Karlsruhe bei Professor Ferdinand Keller, weiters von William Adolphe Bouguereau und Joseph Nicolas Robert-Fleury an der Academie Julian in Paris. 1890 wurde er Assistent Gustav Schönlebers und danach selbst Professor an der Akademie Karlsruhe. Danach wurde er an die Stuttgarter Akademie berufen. In Karlsruhe war er einer der Hauptförderer und Begründer der dortigen "Sezession". Grethe hat sich zeitlebens intensiv mit Kunstpolitik beschäftigt. Viele Reisen führten in an die Küsten, sowohl im Süden als auch im Norden um das Meer zu studieren, das für seine künstlerische Tätigkeit der Hauptanreger blieb. Das Verhältnis des Menschen zum Meer. Das Meer als Naturkraft überwältigt den Menschen, der sich aber immer wieder, in erneuter Hoffnung und mit frischem Willen an ihm mißt. Der wachsende Ernst in der Auffassung spiegelte sich in der immer wuchtiger werdenden Technik und der monumentaleren Farbengebung wider. Sowohl in Cuxhaven als auch in Stuttgart wurde eine Straße nach dem Künstler benannt. In der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe befindet sich das Bild "Lotsen auf dem Landungssteg" von Carlos Grethe und in der Kunsthalle Bremen das Werk "Eis im Hafen".   ⇒Grethe    ⇒Cuxhavener Nachrichten    ⇒wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdts, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Singer: Die moderne Graphik, Beringer: Badische Malerei im 19. Jhdt, Baum: Stuttgarter Kunst der Gegenwart, Oechelhäuser: Geschichte der badischen Akademie, Stocke: Carlos Grethe, der Maler des Meeres, Stocke: Vom Realismus zum Impressionismus

Carl Langhammer

Carl Langhammer
Berlin 1868 - 1943
Parklandschaft
Öl/Lwd, 44 x 55 cm, sign.

 

 

 

Landschafts- Porträt- und Genremaler sowie erster Vorsitzender des Vereines Berliner Künstler von 1929-1935. Mitglied der "Berliner Secession". Der Sohn eines Künstlers wurde in Berlin-Moabit geboren, wuchs zur Zeit von Adolph Menzel auf und studierte von 1885-1893 an der Akademie für bildenden Künste als Meisterschüler Eugen Brachts. Um die Jahrhundertwende Illustrator für internationale Zeitschriften, weiters war er Leiter der illustrativen Ausstattung von Ullsteins Weltgeschichte. Reisen und Studienaufenthalte führten ihn nach Belgien, England, Frankreich, Griechenland, Holland, Italien und Österreich-Ungarn.
Als Vertreter des Berliner Realismus widmete er sich in seinen Gemälden stimmungsvollen Landschaften (u.a. Szenen aus der norddeutschen Tiefebene) und malerischen Städteansichten. Wiederkehrende Sujets waren die Darstellungen von Parks, Wiesen, Seen, wolkigem Himmel und gebrochenem Licht.
1890 wurde Langhammer Mitglied des Vereins Berliner Künstler. (1929-1935 deren Vorsitzender). 1911 wurde er zum Professor ernannt. Bis 1928 übernahm Langhammer fünf Mal den Vorsitz der Großen Berliner Kunstausstellung und gehörte der Berliner Städtischen Kunstdeputation an.
Trotz seiner konservativen Haltung als ehemaliges Mitglied des Alldeutschen Verbandes zeigte Langhammer während der Zeit der Unterstellung des Vereins unter die kulturpolitische Hoheit der Reichskulturkammer in den 30er Jahren eine von großer Zivilcourage und persönlichen Einsatz geprägte Haltung. Als Vereinsvorsitzender kämpfte er 1933 für die Beibehaltung des demokratisch bestimmten Vereinsstatuts und die Erhaltung der Ehrenmitgliedschaft Max Liebermanns. Die Nationalsozialisten setzten ihn im Juni 1935 ab, da er als "Führer eines im Kunstleben der Reichshauptstadt so wichtigen Vereins" als untragbar galt. In der Konsequenz dieser Auseinandersetzung trat er 1937 aus der Reichskulturkammer aus. Am Haus Schöneberger Ufer 57 in Berlin-Tiergarten ist dem Künstler eine Gedenktafel gewidmet.   ⇒Gedenktafel     ⇒Verein Berliner Künstler

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt

Claus Meyer

Claus Meyer
Linden/Hannover 1856 - 1919 Düsseldorf
Der Leser, 1884
Öl/Holz, 44 x 33 cm, sign.

 

 

 

 

 

Claus Meyer war Schüler von August von Kreling in Nürnberg danach von Alexander Wagner und Ludwig Löfftz an der Münchner Kunstakademie. Seine Vorbilder waren die Meister des altniederländischen Genres vor allem Pieter de Hooch und Jan Vermeer. Es folgten Studienreisen nach Holland und Belgien, stets bemüht, in seinen Darstellungen mit dem äusseren Reiz seiner Vorbilder psychologische Vertiefung zu  verbinden. 1890 wurde er von München an die Kunstschule Karlsruhe als Nachfolger Karl Heinrich Hoffs berufen. 1895 von Karlsruhe an die Düsseldorfer Akademie als Nachfolger Wilhelm Sohns. Seine solide Malweise, die virtuose Beherrschung der Technik der Münchner Schule und die Verwendung ihres beliebten Motivenschatzes verschafften Meyer in Düsseldorf schnell Anerkennung und Popularität. Unwandelbares Festhalten an dem einmal gewählten Stoffgebiet und seiner an den alten Niederländern geschulten subtilen Kabinettmalerei. Claus Meyer ist seit 1886 Ehrenmitglied der Münchner und seit 1888 ordentliches Mitglied der Berliner Akademie. Auf internationalen Kunstausstellungen hat er zahlreiche Preise und mehrere Goldmedaillen gewonnen. In der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe befindet sich sein Werk "Kleinkinderschule in Holland". Das hier vorliegende Gemälde ist bei Bötticher mit dem ehemaligen Eigentümervermerk: "C.F.W.Meister" verzeichnet. Carl Friedrich Wilhelm Meister legte mit seinem Unternehmen die Grundlagen für den einst weltgrößten Chemiekonzern Hoechst.   ⇒wikipedia    ⇒C.F.W.Meister    

Literatur: Thieme Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jahrhundert, Bötticher: Malerwerke des 19. Jahrhundert, Pecht: Geschichte der Münchner Kunst (1888), Meyers Konversationslexikon (1890), Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst (1902), Jansa: Deutsche bildende Künstler (1912), Schäfer: Bildhauer und Maler in den Ländern am Rhein (1913), Weltklasse: Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

Eugen Dücker

Eugen Dücker
Kuressaare 1841 - 1916 Düsseldorf
Landschaft an der Ostse
e, 1914
Öl/Lwd, 75 x 101 cm, sign.

 

 

 

 

Eugen Dücker besuchte von 1858 - 1863 die Kaiserliche Akademie der Künste in St. Petersburg. 1862 erhielt er mit der großen goldenen Medaille das sechsjährige Reisestipendium und besuchte zuerst Deutschland, später Frankreich, Belgien, Holland und wiederholt Italien. Er ließ sich dauernd in Düsseldorf nieder, wo er 1872 als Nachfolger von Oswald Achenbach das Amt als Professor an der Landschaftsklasse der königlichen Kunstakademie übernahm. Er ist Mitglied der Akademien von St. Petersburg, Berlin und Stockholm. Seine frühen Arbeiten befinden sich meist im Besitz von öffentlichen und privaten Sammlungen Rußlands, die späteren hat man meist in Deutschland zu suchen wo viele Kunstmuseen (Berlin, Düsseldorf, Dresden, Hannover, etc.) seine Werke besitzen.
Das Hauptstudienfeld Dückers ist die Nord- und Ostsee. Er hat auch zahlreiche Binnenmotive behandelt, aber die Marinen vor allem haben seinen Namen bekanntgemacht. Hier bevorzugt er die flachen Küsten-, Strand-, Watt- und Dünenlandschaften und  Darstellungen der ruhigen, flachen See, im Gegensatz zu der mehr romantisch gefärbten Landschaftsmalerei Andreas Achenbachs und anderer Düsseldorfer Künstler. Als Lehrer an der Akademie wirkte er geradezu epochemachend. "Wie mit einem Schlage verschwanden aus den akademischen Atliers die überlieferten Wald- und Wiesenbilder, wie sie mit Anwendung von viel Gemüt als alte Erbschaft immer weiter gemalt worden waren" (Schaarschmidt). Eugen Dücker kann so als Vater der Moderne der Düsseldorfer Malerschule bezeichnet werden. Denn durch seine Lehre der Freilichtmalerei sowie die Ermutigung seiner Schüler zu malen was man sieht und zwar direkt vor Ort, hat Eugen Dücker den Umbruch von der traditionellen zur modernen Malerei in Düsseldorf eingeleitet. Zahlreiche bekannter Düsseldorfer Landschaftsmaler, wie z.B. Clarenbach, Jernberg, Liesegang, Moderson, Wuttke, Kampf, Hermanns haben der Dücker Klasse der Akademie angehört.    ⇒wikipedia    ⇒Düsseldorfer Malerschule   ⇒kulturportal west-ost     

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jahrhunderts, Bötticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Becker: Deutsche Maler (1888), Neumann: Baltische Maler und Bildhauer des 19. Jahrhunderts, Lexikon baltischer Künstler (1908), Schaarschmidt: Zur Geschiche der Düsseldorfer Kunst, Bulgakoff: Unsere Künstler, Mayers Lexikon (1890), Schäfer: Bildhauer und Maler in den Ländern am Rhein (1913), Lexikon der Düsseldorfer Malerschule (1997), Kalnein: Die Düsseldorfer Malerschule (1979), Weltklasse: Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918.

Max Clarenbach

Max Clarenbach
Neuss 1880 - 1952 Köln
Sommerlandschaft
Öl/Lwd, 50 x 60,5 cm, sign.

 

 

 

Besuch der Düsseldorfer Kunstakademie von 1894-1901 unter Eugen Dücker und Privatschüler Gustav Wendlings. Seit 1901 wohnhaft in Wittlaer wo er das frühere Atelier Arthur Kampfs mietete, sowie in Düsseldorf. Clarenbach ist früh berühmt geworden. Der "stille Tag", die große Winterlandschaft der Düsseldorfer Kunsthalle, die er im Alter von 22 Jahren malte, brachte ihm bereits 1903 in Wien die große goldene Medaille ein. Ähnliche Winterbilder, die im Malerischen den Einfluß der Holländer, besonders von Jacob Maris und George Hendrik Breitner verraten, sind die "Dorfstraße im Winter" im Bonner Städtischen Museum sowie "Dämmerung in Neuss". In diesen Schöpfungen von kräftigem, pastorosem Farbenauftrage und großem Formate entfernt sich der Künstler von der zahmen Düsseldorfer Tradition des alternden Andreas Achenbach, auch von seinem Lehrer Eugen Dücker und überträgt die an den Holländern gelernte Kunst auf die niederrheinische Landschaft. Bald nach 1905 tritt ein Umschwung ein. Es scheint, daß wie früher Wendling jetzt sein Freund August Deusser einen entscheidenden Einfluß auf seine Kunst gewinnt. Der "Abendstern" (in der ehemaligen "Berliner Nationalgalerie") von 1907 zeigt bereits im lockeren Auftrage der Farbe und in der bedeutend verfeinerten Behandlung des Atmosphärischen den Einfluß des französischen Impressionismus. Das starke Pathos seiner früheren Kunst tritt in der jetzt beginnenden Schaffensperiode zurück gegen eine größere Zartheit der Auffassung, verbunden mit seltener Diskretion in der Anwendung der malerischen Mittel. Feintonigen Winter- und Vorfrühlingsbildern folgen farbenfreudigere Frühlingslandschaften, auch Blumenstücke und Stilleben. Niederrheinische Motive überwiegen, doch hat der Künstler gelegentlich aus seinen Reisen Anregung zu mannigfaltigerer Stoffwahl geschöpft. Max Clarenbach wurde im Jahr 1917 Nachfolger Eugen Dückers als Professor auf der Akademie. Seine Bilder sind in vielen rheinländischen Museen vertreten. Der Max Clarenbach Weg in Wittlaer erinnert an die Wirkungsstätte des Künstlers.   ⇒Düsseldorfer Malerschule    ⇒clarenbach    ⇒clarenbach    ⇒wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Vollmer: Lexikon der bildenden Kunst, Schäfer: Bildhauer und Maler in den Ländern am Rhein (1913), Paffrath: Max Clarenbach, Ein rheinischer Landschaftsmaler 1880-1952, Mai: Landschaften von Achenbach bis Wille, Der Rhein: Bilder und Ansichten von Mainz bis Nijmegen, Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, Weltklasse: Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, Bestandskatalog: Museum Folkwang, Essen, Kalnein: Die Düsseldorfer Malerschule, Gesamtkatalog: Kunsthalle zu Kiel, 

Heinrich Hermanns

Heinrich Hermanns
Düsseldorf 1862 - 1942
Ansicht von Dordrecht, 1938
Öl/Lwd, 60 x 80 cm, sign.

 

 

 

 

Landschaftsmaler und Lithograph. 1883-1886 Schüler der Düsseldorfer Akademie bei Georg Heinrich Crola und Johann Peter Theodor Janssen. 1888 - 1893 Meisterschüler von Eugen Dücker. Anschließend Studienreisen nach Italien, Spanien und Holland. Malte anfangs Bilder mit holländischen Landschaftsmotiven sowie Stadtansichten, in denen er das Treiben auf den Grachten, den Fisch- und Blumenmärkten Amsterdams schildert. Später Hinwendung zur Architekturmalerei (häufig italienische Motive) und Darstellung von Interieurs. Beschickte regelmäßig zahlreiche Kunstausstellungen mit seinen Werken. 1890 gründete er mit Olaf Jernberg, Eugen Kampf und Helmut Liesegang die Künstlergruppe "Lucas-Club". In diesem Club versuchten die fortschrittlichen Künstler Anregungen der Haager Schule und der Schule von Barbizon mit den Errungenschaften des Impressionismus zu verbinden. Mitglied im Künstlerverein Malkasten von 1891-1913 und von 1930-1942.   ⇒wikipedia   ⇒wikiwand    

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst, Jansa: Deutsche bildende Künstler in Wort und Bild, Schäfer: Bildhauer und Maler in den Ländern am Rhein (1913), Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, Weltklasse: Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

Helmuth Liesegang

Helmuth Liesegang
Duisburg 1858 - 1945 Leipzig
Motiv aus Holland, Öl/Lwd, 64,5 x 80,5 cm, sign.
Heuernte vor Zons, Öl/Holz, 35 x 52 cm, sign.

 

 

 

Landschaftsmaler und Radierer, aufgewachsen in Kleve. 1877 - 1886 Schüler Peter Janssens, Eugen Dückers und des Kupferstechers Ernst Forberg an der Düsseldorfer Akademie. Studienaufenthalt in Paris mit Arthur Kampf. Wiederholte Reisen nach Holland und Belgien wo er auch Max Liebermann begegnete. Die Motive seiner Landschaftsschilderungen in feintoniger Behandlung suchte er fast ausschließlich am Niederrhein und in den benachbarten Niederlanden. Seine Gemälde zeigen ein beharrliches Festhalten an den Motiven und dem in der Frühzeit aus impressionistischen Anregungen entwickelten Stil. Liesegang verschloß sich jedoch nicht gänzlich dem Wandel der Kunstauffassungen, was sich in einem Sinn für stärkere Farben äußert. Helmut Liesegang war in dem Zeitalter verwurzelt, in dem die Düsseldorfer Kunst unter den großen Realisten, wie den Brüdern Achenbach, Eduard von Gebhardt und Peter Janssen einen bedeutenden Aufschwung erlebte. Die Hauptaufgabe seines Schaffens hat er darin gesehen, seine niederrheinische Heimat im Bilde wiederzugeben. Liesegang war Mitglied des Künstlervereins Malkasten von 1888-1945, des Deutschen Künstlerbundes sowie des Vereins Düsseldorfer Kunst. Der Künstler erhielt für sein Schaffen zahlreiche Auszeichnungen: 1900 ein Ehrendiplom in Paris, Auszeichnungen in London und Chicago, 1943 die Goethe-Medaille, 1944 den Cornelius Preis, die Preußische Goldene Staatsmedaille, die Österreichischer Staatsmedaille. Bilder Liesegangs findet man im Düsseldorfer Museum Kunstpalast.   ⇒Liesegang   ⇒wikipedia    ⇒Düsseldorfer Malerschule

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Schäfer: Bildhauer und Maler in den Ländern am Rhein (1913), Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, Weltklasse: Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

Olof Jernberg

Olof Jernberg
Düsseldorf 1855 - 1935 Berlin
Baumgruppe, Öl/Lwd, 45 x 33 cm, sign.
Aufziehende Wolken, Öl/Lwd, 35 x 47 cm, sign.

 

 

 

 

Sohn des in Düsseldorf tätigen schwedischen Generemalers August Jernberg. Besucht von 1870 an die Düsseldorfer Kunstakademie, unter anderem auch die Landschaftsklasse bei Eugen Dücker. Ab 1880 zur weiteren Ausbildung nach Paris, wo ihn die Schule von Barbizon tief beeindruckt und auch beeinflußt hat. Seit 1882 wieder in Düsseldorf. 1901 erhält er eine Berufung als Professor an die Königsberger Akademie. 1918 wird er in Berlin Nachfolger Friedrich Kallmorgens als Leiter der Landschaftsklasse an der Hochschule für Bildende Künste. Jernbergs Landschaftsmalerei stand in der Nachfolge des Naturalismus' seines Lehrers Eugen Dücker und war von einem starken Kolorismus sowie dynamischer Pinselführung geprägt. Im Laufe seiner Entwicklung wendete er sich immer stärker dem Impressionismus zu, zu dessen "Vorreitern" unter den Malern der Düsseldorfer Schule er zählt.     ⇒wikipedia   ⇒Düsseldorfer Malerschule  

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, Weltklasse: Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst, Meyers Lexikon (1890), Kalnein: Die Düsseldorfer Malerschule,

Wilhelm Hambüchen

Wilhelm Hambüchen
Düsseldorf 1869 - 1939
Gehöft am Niederrhein, Öl/Lwd, 50 x 60 cm, sign.
Angler am Niederrhein, Öl/Lwd, 61 x 81 cm, sign.

 

 

 

Landschaftsmaler und Graphiker in Düsseldorf. Besuchte die Kunstgewerbeschule und war mehrere Jahre als Theatermaler tätig und widmete sich danach ausschließlich dem Landschaftsfach. Alljährliche Studienreisen, besonders an die niederländische Küste dienten seiner weiteren Ausbildung. Hambüchen bevorzugte Motive der niederrheinischen Flachlandschaft, doch malte und radierte er auch zahlreiche Marinen mit gründlich durchgeführter Staffage. Auf allen größeren Düsseldorfer Ausstellungen wie auch im Münchner Glaspalast sowie in der Großen Kunstaustellung in Berlin vertreten. Bilder im Düsseldorfer Museum Kunstpalast.   ⇒wikipedia   ⇒hambüchen

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Schäfer: Bildhauer und Maler in den Ländern am Rhein (1913), Westfeld: Rheinische Graphiker, Heft 1., Weltklasse: Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

Heinrich Böhmer

Heinrich Böhmer
Düsseldorf 1852-1930
Die Reisigsammlerin
Öl/Holz, 29 x 21 cm, sign.

 

 

 

 

 

 

Düsseldorfer Landschaftsmaler, Schüler der Düsseldorfer Akademie unter Eugen Dücker. Die Motive zu seinen Landschaften geben ihm hauptsächlich die Waldungen des Harzes, der Eifel des Vogelgebirges und des Odenwaldes. Er stellte in Düsseldorf sowie in der Berliner Akademischen Ausstellung und später (1904 und 1907) in der Großen Berliner Ausstellung häufig aus. Böhmer hat sich besonders mit seinen romantisch veranlagten Schilderungen von Waldlandschaften einen Namen gemacht.

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdts, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdtd,

Eugen Kampf

Eugen Kampf
Aachen  1861 - 1933 Düsseldorf
Flämisches Dorf
Öl/Lwd, 61 x 81 cm, sign.

 

 

 

 

Bruder von Arthur Kampf. Studierte 1878 - 1880 bei Jacob Jacobs an der Akademie Antwerpen. 1880 - 1883 bei Eugen Dücker in Düsseldorf und 1883 - 1884 in Brüssel. Seit 1889 in Düsseldorf ansässig. Mitbegründer des dortigen St. Lukasklubs, der Freien Vereinigung und des Deutschen Künstlerbundes. Mitglied im Künstlerverein Malkasten in Düsseldorf von 1891 - 1932. Hauptsächlich Landschafter, findet Kampf mit Vorliebe seine Motive in Flandern, Holland, am Niederrhein und in der Eifel. Die geschickte räumliche Anordnung und die auf schwere, satte Farbenakkorde gestimmte, echt flämische Tonigkeit seiner Palette haben ihm früh zu großen Erfolgen verholfen. (Goldene Medaille auf der Berliner Großen Kunstaustellung 1906). Auch seine trefflichen Aquarelle zeigen denselben tiefen, vollen Ton wie seine Ölgemälde, in denen er besonders gern sommerliche, abendliche oder wolkige Regenstimmungen festhält. Reizvoll sind auch seine Naturstudien und Landschaften kleineren Formats, in denen die kräftige dekorative, aber oft etwas konventionelle Haltung zu frischen Impressionen und zu einer weichen, lyrischen Koloristik abgewandelt erscheint. Beschickte seit 1890 die Ausstellungen im Münchner Glaspalast, seit 1891 auch häufig die Berliner Große Kunstaustellung wie auch in Düsseldorf, Leipzig, Wien, Rom. Auf der Pariser Weltausstellung 1900 und Expo in Buenos Aires 1913 vertreten. Bilder im Museum Kunstpalast in Düsseldorf.   ⇒wikipedia   ⇒wikiwand   

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, Schaarschmidt: zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst, Schäfer: Bildhauer und Maler in den Ländern am Rhein (1913), Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, Weltklasse: Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

Hans Herrmann

Hans Herrmann
Berlin 1858 - 1942 Düsseldorf
Holländischer Fischmarkt
Öl/Lwd, 49 x 35 cm, sign.

 

 

 

 

 

 

Schüler der Berliner Akademie unter Eduard Daege, Otto Knille und Karl Gussow. 1880 ging Herrmann auf die Akademie nach Düsseldorf zu Eugen Dücker. Alljährliche Studienwanderungen nach Holland, was auch sein ihm eigenes Gebiet blieb: Holland mit seiner dunstigen Luftstimmung und dem malerischen Volksleben seiner Hafenstädte. Erster großer Erfolg 1886 auf der Internationalen Ausstellung in Berlin. 1892 fand er sich mit Liebermann, Leistikow, L.v.Hofmann, Müller-Kurzwelly u.a. zur Gruppe der "Elf" zusammen. 1896 Mitglied der Berliner Akademie, mehrmals durch Medaillen ausgezeichnet. Der sehr fruchtbare Künstler hat in vielen hundert Gemälden und Aquarellen die holländischen Straßenszene und Landschaft gepflegt. Er erstrebte den Gesamteindruck im Sinne eines gemäßigten Impressionismus und bindet das Vielerlei der Erscheinung gern durch die holländische feuchte atmosphärische Stimmung, um seine häufig wiederkehrenden Farbenstellungen, Gelb, Blau, ein fahles Rot daraus hervorleuchten zu lassen. 1918 gab Hermanns 60. Geburtstag mit einer Sonderausstellung im Berliner Künstlerhaus Anlaß zu einer umfassenden Würdigung seines Werkes.  Herrmann war in zahlreichen großen nationalen und internationalen Kunstausstellungen vertreten.    ⇒wikipedia     ⇒Vereinigung der 11.

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Jansa: Deutsche bildende Künstler, Wirth: Berliner Malerei im 19. Jhdt, Darmstaedter: Künstlerlexikon (1986), Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

Fritz Westendorp

Fritz Westendorp
Köln 1867 - 1926 Düsseldorf
Sint Anna ter Muiden, Holland, Öl/Lwd, 60 x 80 cm, sign.
Landschaft mit Mühle, Öl/Ktn, 27 x 36 cm, sign.

 

 

 

Landschafts- und Stillebenmaler, Vetter von Eugen und Arthur Kampf. Studierte an der Düsseldorfer Akademie, wo er zu den besten Schülern Eugen Dückers zählte. Beeinflußt von Pissarro und der belgischen Malerei seiner Zeit. Tätig in Düsseldorf und vor allem  auf zahlreichen Reisen in Belgien, Holland, Frankreich, Ägypten. Während des Ersten Weltkrieges entstanden seine Strandszenen in Wyk auf Föhr. 1919 zählte Westendorp zu den Gründern der sezessionistischen Künstlervereinigung "Das junge Rheinland". Im kölnischen Stadtmuseum befindet sich eine winterliche Landschaft rund um den Kölner Dom im impressionistischen Stil. Das hier gezeigte Bild stellt den holländischen Ort Sint Anna ter Muiden dar. Dieser liegt an der belgischen Grenze, kurz vor Knogge.   ⇒wikipedia    ⇒westendorp

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdts, Schäfer: Bildhauer und Maler in den Ländern am Rhein (1913), Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, Weltklasse: Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918

Albert Flamm

Albert Flamm
Köln 1823 - 1906 Düsseldorf
Italienische Landschaft
Öl/Lwd, 47 x 35 cm, sign.

 

 

 

 

 

1837 trat Flamm in die Architekturklasse der Düsseldorfer Kunstakademie ein. nach einem Studienaufenthalt 1839 an der Kunstakademie Antwerpen wandte er sich in Düsseldorf schließlich der Malerei zu. In der Landschaftsmalerei anfangs durch Andreas Achenbach beeinflußt, schloß er sich bald dessen Bruder Oswald Achenbach an, mit dem er 1845 nach Oberitalien reiste. Von 1850 bis 1853 hielten sie sich in Rom, Neapel und Sizilien auf. 1871/72 übernahm er die Vertretung von Oswald Achenbach als Lehrer der Landschaftsklasse an der Düsseldorfer Kunstakademie. In seinen Gemälden bevorzugte Flamm die italienischen Landschaften, besonders die römische Campagna und die Gegend um Neapel. Meist erhellt warmer Sonnenschein den Bildraum und taucht die Szenerie in ein sanftes Licht.   ⇒wikipedia  

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Meyers Lexikon (1890), Becker: Deutsche Maler (1888), Rosenberg: Düsseldorfer Malerschule (1889), Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, Noack: Deutsches Leben in Rom, Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst (1902), Merlo: Kölner Künstler, Singer: Künstlerlexikon, Bestandskatalog: Staatliche Kunstsammlung Kassel, Gesamtkatalog: Kunsthalle zu Kiel 

Ernst Kolbe

Ernst Kolbe
Marienwerder 1876 - 1945 Rathenow
Birken am Waldrand, Öl/Lwd, 50,5 x 40,5 cm, sign.
Schloß Sanssouci in Potsdam, Öl/Lwd, sign.

 

 

 

 

Landschaftsmaler, Zeichner und Lithograph. Seit 1895 Studium an der Berliner Kunstakademie unter Julius Ehrentraut und Paul Vorgang. Kolbe trat 1899 in das Atelier von Eugen Bracht ein, dem er als 1902 als Meisterschüler nach Dresden folgte. Viele Studienreisen führten Ernst Kolbe an die Ostseeküste von Danzig bis Lübeck, besuchte öfter die Nordsee Insel Sylt und ging 1913 als Preisträger der Berliner Kunstakademie nach Tirol. Diente im Weltkrieg als Krankenpfleger in Polen, Serbien und Frankreich. Ernst Kolbe debütierte auf der Großen Berliner Kunstaustellung 1900 mit dem Gemälde "Winterbild" und malte auch später mit Vorliebe Winterlandschaften für die er hauptsächlich im Umland von Stargard in Pommern die Motive fand. Neben der pommerschen Landschaft und Ostseeküste schilderte er die Dünen auf Sylt und die Innenräume der Sylter Fischerhäuser wie auch Danziger und Lübecker Patrizierhäuser. Später ging er zum impressionistisch behandelten Städtebild über (stimmungsvolle Motive aus Alt-Danzig, Alt-Lübeck, Alt-Hamburg, Stralsund, Stargard, Alt-Dresden). Kolbe war im Laufe seines künstlerischen Schaffens auf vielen internationalen Kunstausstellungen vertreten. (u.a. Berlin, Düsseldorf, Dresden, München, Venedig). Bei Vollmer wird er als "hochkultivierter Kolorist und feiner Lichtmaler beschrieben, mit tiefer Empfindung besonders für die Landschaft seiner Heimat." Weiters schuf Kolbe für das neue Rathaus in Berlin-Schöneberg 5 Wandbilder. Das westpreußische Landesmuseum in Münster bewahrt viele seiner Werke.    ⇒wikipedia     ⇒Kolbe      

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jahrhundert, Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhundert, Ganske: Die pommerschen Maler (1913), Westpreussisches Landesmuseum: Ernst Kolbe, ein Impressionist aus Westpreußen (2012),

Fritz Geyer

Fritz Geyer
Nürnberg 1875 - 1947
Dortmund, Alter Markt mit Bläserbrunnen
Öl/Lwd, 50,5 x 60,5 cm, sign.

 

 

 

Städte und Architekturmaler, Illustrator und Graphiker. Schüler seines Vaters sowie Meisterschüler von Ernst Bracht an der Berliner Akademie. Stellt seit 1897 regelmäßig in Berlin, München (Glaspalast), sowie in Düsseldorf aus. Seine ersten Arbeiten, Landschaften von norddeutschen Seen und Bauerngehöften standen noch unter dem Einfluß Brachts. Später wandte sich Geyer der Schilderung seiner fränkischen Heimat zu und malte mit Vorliebe malerische Motive aus Bamberg, Nürnberg, Rothenburg etc, idyllische Plätze und Winkel, alte Stadttore und dergleichen in einer breiten, flotten impressionistischen Manier. Die Stadt Berlin erwarb von ihm ein Winterbild.

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jahrhundert

Kurt Albrecht

Kurt Albrecht
Berlin 1884 - 1964
Marktstand
Öl/Lwd, 45 x 54 cm, sign.

 

 

Albert Ernst Mühlig

Albert Ernst Mühlig
Dresden 1862 - 1924
Birken in Winterlandschaft
Öl/Lwd, 75 x 55 cm, sign.

 

 

 

 

 

 

Sächsischer Figuren-, Landschafts- und Tiermaler. Sohn des Dresdener Malers Bernhard Mühlig (1829-1910) sowie Cousin des berühmten Düsseldorfer Impressionisten Hugo Mühlig. Er studierte an der Dresdener Kunstakademie bei Paul Mohn und Friedrich Leon Pohle und später bei Friedrich Preller d.J. Albert Ernst Mühlig war vorwiegend in Dresden tätig. Ab 1903 auch in den dortigen Kunstaustellungen vertreten. Ein Aquarell Mühligs befindet sich im Stadtmuseum Dresden.

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt.

Curt Herrmann

Curt Herrmann
Merseburg/Saale 1854 - 1929 Erlangen
Paris, Ile de la Cite
Öl/Masonit, 27 x 40 cm, monogr. CH

 

 

 

Curt Herrmann tritt im Jahr 1873 in das Atelier von Carl Steffeck in Berlin ein, der zuvor auch schon Max Liebermann und Hans von Marées zu seinen Schülern zählte. Curt Herrmann malt vornehmlich Porträts. Seine Akademiestudien  beendet er erfolgreich und setzt 1883 unter Wilhelm von Lindenschmidt an der Münchner Akademie seine Studien fort und arbeitet anschließend als selbstständiger Portätmaler. Im Jahr 1893 begibt sich der Künstler nach Berlin und eröffnet dort eine "Zeichen- und Malschule für Damen". Vom Japonismus ausgehend, beschäftigt sich der Künstler von nun an verstärkt mit dekorativer Maler und dem Jugendstil. In den Jahren 1896/1897 lernt er Henry van de Velde kennen, was auch zu einer lebenslangen Freundschaft führt. Er kommt durch van de Velde nicht nur mit dem Neoimpressionismus in Berührung sondern lernt auch dessen wichtigste Vertreter wie Paul Signac, kennen und beginnt deren Kunst zu sammeln. Als Künstler und Sammler spielt Curt Herrmann im Berliner Kunstleben eine wichtige Rolle. So ist er Gründungs- und Vorstandsmitglied der "Secession" im Jahr 1898 und des "deutschen Künstlerbundes" im Jahr 1902. Seine persönliche Bekanntschaft zu Signac, van Rysselberghe, Denis und anderen Künstlern wird Herrmann zu einem wichtigen Vermittler des französischen Neoimpressionismus in Deutschland. Curt Herrmann ist in Pretzfeld ein privates Museum gewidmet, was eine Auswahl seiner schönsten Bilder, besonders seiner neoimpressionistischen Periode und viele seiner fast abstrakten Blumenbilder, die er dort geschaffen hat, präsentiert werden. Laut Prof. Dr. Erich Herzog, dem ehemaligen Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel ist das vorliegende Bild ein seltenes, fauvistisches Spätwerk aus den Jahren 1924-1929. Es stammt auch auch seiner privaten Sammlung.     ⇒Curt Herrmann     ⇒dieZeit     ⇒wikimedia    ⇒ketterer     ⇒jenapolis    ⇒kunsthausapolda

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jahrhundert, Bötticher: Malerwerke des 19. Jahrhundert, Hamann: Geschichte der Kunst (1932), Muther: Geschichte der Malerei (1920), Darmstaedter: Künstlerlexikon (1986), Berlin Museum: Stadtbilder Berlin (1987), Curt Herrmann: Der Kampf um den Stil (1911), Kunstsammlungen Kassel: Curt Herrmann (1991), Bothe: Curt Herrmann, Ein Maler der Moderne in Berlin (1989), Taschen Verlag: Malerei des Impressionismus 1860-1920, Weltkunst 11/1991: Curt Herrmann, Föhl: Ein Künstlerleben (1996),

Hans von Hayek

Hans von Hayek
Wien 1869 - 1940 München
Winterliche Landschaft
Öl/Lwd, 80 x 120 cm, sign.

 

 

 

Schüler der Wiener Kunstgewerbeschule 1886-1890 dann der Münchner Akademie von 1891-1898 unter Gabriel von Hackl, Wilhelm von Lindenschmit, Carl von Marr und Heinrich von Zügel. Seit 1900 in Dachau ansässig, wo er eine Malschule für Landschafts- und Tiermalerei leitet, die bis 1915 bestand. Studienreisen nach Belgien, Holland, Frankreich sowie an die Nord- und Ostseeküste. In seiner breiten, pastosen Technik stark von seinem Lehrer Zügel beeinflußt, malt er unter besonderer Bevorzugung trüber, schmutziger Schneestimmungen Motive aus der Münchner und Dachauer Umgebung, Hamburger Hafenbilder, dann Tierbilder, weidende Herden usw. wobei er ein frisches Naturgefühl und eine außerordentlich feine Beobachtung von Tonnuancen bewahrt. Beschickt seit 1899 die Ausstellungen der Münchner Secession, seit 1901 die der Berliner Sezession, des Hagenbundes in Wien, des Deutschen Künstlerbundes sowie die wesentlichen großen Kunstausstellungen im deutschen Raum. Im ersten Weltkrieg arbeitete Hayek als Kriegsmaler und Spezialzeichner der Leipziger "Illustrierten Zeitung". 1926-1927 und 1929-1930 reiste er nach Java und Sumatra. Als Mitbegründer des Museumsvereins Dachau war er maßgeblich am Aufbau der Dachauer Gemäldegalerie und des Bezirksmuseums Dachau beteiligt. In der österreichischen Galerie im Belvedere in Wien befindet sich Hayeks Gemälde "Pferde in der Schwemme", welches bereits 1902 vom Wiener Hagenbund angekauft wurde. Die Hans-von-Hayek-Straße in Dachau wurde nach dem Künstler benannt.  ⇒Dachau    ⇒wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jahrhunderts. Jansa: Deutsche bildende Künstler in Wort und Bild (1912), Thiemann: Erinnerungen eines Dachauer Malers (1966), Thiemann-Stödtner: Dachauer Maler (1981), Reitmeier: Dachau - der berühmte Malerort (1990), Well: Maler im Fürstenfeldbrucker Land - ein Erinnerungsbuch (1988), Freilichtmalerei. Der Künstlerort Dachau 1870-1914 (2001).

Gilbert von Canal

Gilbert von Canal
Ljubljana 1849 - 1927 Dresden
Abend am Fluß
Öl/Lwd, 44 x 63 cm, sign.

 

 

 

Nach dem Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Carl Wurzinger und Eduard Peithner von Lichtenfels sowie kurzzeitig Musik bei Anton Bruckner, war Gilbert von Canal in der Zeit von 1878 - 1895 in Düsseldorf tätig, anschließend lebte er in München. Seit 1883 an deutschen Ausstellungen beteiligt, hatte er nach Besuch der Akademie in Wien auch keine nähere Beziehung zur Österreich. Er stand im Bann der Münchner Landschaftskunst, in der Nachfolge von Ludwig Schleich und Eduard Lier und der alten holländischen Meister. Mehrere Reisen führen ihn durch den Norden Europas. Er spezialisierte sich auf die Darstellung von Fluß- und Küstenlandschaften, die er teilweise mit mittelalterlich-historisierenden Architekturen versah.  

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Fuchs: Die österreichischen Maler des 19. Jhdt, Spemann: Das goldene Buch der Kunst, Steinle/Danzer: Unter freiem Himmel, Bestandskatalog: Österreichische Galerie im Belvedere, Gesamtkatalog: Neue Galerie Joanneum Graz

Max Zander

Max Zander
Barmen 1907 - 1985 Meerbusch
Königsallee in Düsseldorf, Öl/Lwd, 71 x 91 cm
Mediterrane Szene, Öl/Lwd, 40 x 50 cm, sign.

 

 

 

Düsseldorfer Maler des 20. Jahrhunderts. Freies Studium bei Dresdner und Münchner Malern. Längere Studienaufenthalte in Paris.

Literatur: "Aus den Anfängen der Künstlerförderung" - Curt Beckmann, Clemens Pasch, Hans Schröers und Max Zander. Broschüre des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, 2009

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