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Gemälde französischer Künstler

Rosa Bonheur

Rosa Bonheur
Bordeaux 1822 - 1899 By (Fontainebleau)
Ochsenstudie
Öl/Ktn, 21x34cm, sign.

 

 

 

Rosa Bonheur war als ältestes von vier Kindern des französischen Landschaftsmalers Raymond Bonheur geboren und erhielt ab 1835 ihren ersten Unterricht auch von ihrem Vater. Sie ging in den Louvre und kopierte Werke, unter anderem von Nicolas Poussin, Salvator Rosa und Paulus Potter. Von Anfang an interessierte sie sich am meisten für die Darstellung von Tieren. 1841 war sie erstmals mit zwei Bildern im Pariser Salon, der großen jährlich stattfindenden Kunstausstellung vertreten. Seitdem stellte sie regelmäßig dort aus. Für ihre Studien hielt sich Rosa Bonheur Tiere im Atelier. Sie machte Beobachtungen in Tiergärten und den umliegenden Wäldern und Bauernhöfen auf Pferdemärkten und Schlachthöfen. 1848 erhielt sie für die "Rinderherde in Cantal" ihre erste Auszeichnung. Im Jahr darauf brachte ihr das Bild "Landarbeit in Nievre" den Durchbruch auf dem französischen Kunstmarkt. Internationalen Ruhm erreichte sie 1853 mit dem Gemälde der "Pferdemarkt". Dieses Bild ließ sich die englische Königin Viktoria privat in Windsor Castle vorführen. Es wurde später vom "Eisenbahnkönig" Cornelius Vanderbilt erworben und dem neugegründeten Metropolitan Museum of Art in New York gestiftet. Ein weiteres Hauptwerk dieser Frühzeit ist das mit der goldenen Medaille im Salon 1855 ausgezeichnete Werk "Heuernte in der Auvergne", eine prächtig lebensvoll gemalte Heuernte mit Ochsenwagen im Vordergrunde einer weiten Ebene. Heute im Besitz des Musee d'Orsay in Paris. Fleißig und mit unglaublicher Disziplin kam Rosa den Wünschen ihrer neuen Klientel in England und Amerika nach: Sie produzierte vor allem Tierportraits - die großen, komplexen Kompositionen gehörten der Vergangenheit an. Bald wurde ihr Atelier so überrannt, daß sie aus der Stadt flüchtete und sich am Randes des Waldes von Fontainebleau zusammen mit ihrer Freundin ein kleines Schloss kaufte und sich dort einen privaten Zoo hielt. Kaiserin Eugenie persönlich überbrachte der gefeierten Künstlerin das Kreuz der Ehrenlegion. Noch nie zuvor hatte eine Frau diese Auszeichnung erhalten. Dreißig Jahre später erhielt Rosa Bonheur nach zahleichen internationalen Auszeichnungen auch das Offizierskreuz der Ehrenlegion. Als Buffalo Bill mit seiner Wildwest Show zur Pariser Weltaustellung 1889 anreiste und seine Zelte vor dem Ausstellungsgelände aufschlug, war Rosa Bonheur zur Stelle. Die siebenundsechzigjährige zeichnete und malte die Bisons und Mustangs, die Indianer und Cowboys. Von Buffalo Bill fertigte sie ein Starportrait hoch zu Ross.   ⇒fembio     ⇒yourpaintings     ⇒artcyclopedia    ⇒wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Die bildenden Künstler des 19. Jhdt, Nicoidski: Die großen Malerinnen, Haberlik/Mazzoni: 50 Klassiker Künstlerinnen, Stanton: Rosa Bonheur, ein Lebensbild (1914), Darmstaedter: Künstlerlexikon (1986), Führer: Musee d'Orsay Paris, Guide: The Metropolitan Museum of Art, New York

Jean Antoine Theodore Gudin

Jean Antoine Theodore Gudin
Paris 1802 - 1880 Boulogne sur Seine
Segelschiffe im Abendrot
Öl/Lwd, 25x32cm, sign.

 

 

 

Gudin wurde 1817 Schüler von A.L.Girodet de Roncy Trioson an der Ecole des Beaux-Arts in Paris und geriet aber bald völlig in das Fahrwasser der Romantik und schloß sich eng dem Kreise um Gericault und Delacroix an. Bei seiner Erstausstellung im Salon 1822 erregten seine Marinen bereits Aufsehen. Mit erstaunlicher Produktionskraft hat Gudin allein in dem einen Jahrzehnt 1838/48 neunzig großer Marinestücke gemalt wovon sich an die sechzig im Museum zu Versailles befinden. Sie sind aus Studien hervorgegangen, die Gudin im Auftrage Louis Philippes schuf. Fast 6 Jahrzehnte lang (1822-1880) erschienen seine Bilder im Salon. Daneben beschickte er wiederholt die Royal Academy und das British Institute in London. 1841 war er im Auftrage Zar Nicolaus I. in Warschau und St. Petersburg tätig. Hier malte er für den Zaren 12 große Gemälde mit Ansichten der Haupthäfen Rußlands. 1837 wurde er auch zum Mitglied der Berliner Akademie ernannt.
Romantiker vom Scheitel bis zur Sohle, liebt er die Darstellung katastrophaler Ereignisse, deren Schauer er durch den Aufruhr der Elemente und seltsame Beleuchtungseffekte noch zu erhöhen sucht. Schiffsbrände, Schiffbrüche, Seekämpfe, Hafenbombardements, bleiche Mondschein-, dramatische Sonnenuntergangs-, zerrissene Sturm- und Gewitterstimmungen über dem Meer sind seine Lieblingsmotive. Neben der Marinemalerei hat Gudin auch das Landschaftsfach gepflegt. Zwei Jahrzehnte in ganz Europa bewundert, ist Gudin doch ebenso schnell auch in Vergessenheit geraten und hat seinen Ruhm lange überleben müssen. Gudin ist heute nicht nur in den meisten französischen Museen vertreten sondern hat auch Eingang in zahlreiche internationale Museen gefunden.   ⇒freenet     ⇒yourpaintings   ⇒artcyclopedia    ⇒wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Die bildenden Künstler des 19. Jhdts, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, Meyers Lexikon (1890), Darmstaedter: Künstlerlexikon (1986), Benezit: Dictionnaire des peintres, Beraud: Baron Gudin, Souvenirs 1820-70, Bestandskatalog: Neue Pinakothek München

Charles Euphrasie Kuwasseg

Charles Euphrasie Kuwasseg
Draveil 1833 - 1904 Paris
Waldstück
Öl/Karton, 22x26cm, sign.

 

 

 

Sohn des aus Triest stammenden Künstlers Karl Josef Kuwasseg. Schüler seines Vaters sowie von H. Durand-Brager und J.-B. Isabey. Lernte während mehrjähriger Dienstzeit in der französischen Kriegsflotte und bei der Handelsmarine alle Herren Länder kennen. Beschickte zwischen 1859 und 1904 den Pariser Salon der Societé d'Arts francaise mit Marinen, Landschaften und Architekturansichten, deren Motive er dem nördlichen Frankreich und Belgien entnahm. Mitarbeiter an mehreren Marinepanoramen von Theodor Poilpot. Kuwassegs Bilder gelangten in die Museen zu Morlaix, Fecamp, Pontoise, Perigueux, La Rochelle, Digne und Montreal. Sein Onkel Joseph Kuwasseg (1799-1859) hat sich in Graz niedergelassen und gilt als der Begründer der realistischen Landschaftsmalerei der Steiermark.    ⇒wikipedia    

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Benezit: Dictionnaire des peintres (1913), Bellier/Auvray: Dictionnaire general d'Art de l'Ecole francaise, Celedin: Joseph Kuwasseg 1799-1859

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