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Gemälde österreichischer Künstler -Seite 1-

Josef Selleny

Josef Selleny
Wien 1824 - 1875
Buddhistische Tempelanlage in Ceylon, 1860, Öl/Lwd, 60 x 98 cm, sign.
Ureinwohnerin einer Südsee-Insel, Öl/Ktn, 27 x 17 cm, sign.

 

 

 

 

Landschaftsmaler. 1842 Aufnahme in die Akademie der bildenden Künste wo er vorerst im Landschaftsfach studierte und danach in die Malerschule von Leopold Kupelwieser wechselte. Er blieb der Landschaftsschule unter seinen Lehrern Thomas Ender und Franz Steinfeld jedoch immer verbunden. 1854/55 in Rom, 1857- 1859 Weltreise als Maler an Bord der österreichischen Fregatte "Novara" von der er knapp eintausend Arbeiten, (Zeichnungen und Skizzen) mitbringt. Die Novara-Studien sind als das Hauptwerk Josef Sellenys anzusehen. Leider blieben sie nicht in einer geschlossenen Sammlung erhalten. 1866 wurde Selleny zum Mitglied der Akademie der bildenden Künste ernannt, 1868 wurde er zum Vorstand der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens gewählt. Im selben Jahr wurde das neuerbaute Künstlerhaus am Karlsplatz eröffnet. Künstlerischer Entwurf für den Wiener Stadtpark. Selleny gilt als bester Schüler Thomas Enders, des Hofmalers Erzherzog Johanns und er gehört wohl zu den originelleren Landschaftsmalern seiner Zeit. Werke Sellenys befinden sich in Wien im Heeresgeschichtlichen Museum, im Museum für Völkerkunde, sowie in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz. Eine aquarellierte Zeichnung des vorliegenden Motivs befindet sich im Bestand der Österreichischen Galerie im Belvedere. Weiters liegen in der Kartensammlung der österr. Nationalbibliothek 110 Blätter die aus Sellenys Studienreise nach Brasilien stammen. Die beiden vorliegenden Gemälde sind Teil seines Werkes aus der Zeit auf der Fregatte Novara. In der Leopoldstadt, dem 2. Wiener Gemeindebezirk wurde die Sellenygasse nach ihm benannt.   ⇒novara     ⇒sunday times   ⇒Der Soldat   ⇒orient & okzident    ⇒wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Becker: Deutsche Maler (1888), Grimschitz: Die österreichische Zeichnung im 19. Jahrhundert (1928), Popelka: Joseph Selleny und seine Aquarelle von der Weltreise der Novara, Scherzer: Reise der österr. Fregatte Novara um die Welt, Basch-Ritter: Die Weltumsegelung der Novara 1857-1859, Weiss/Schilddorfer: Novara - Österreichs Traum von der Weltmacht (2010), Wimmer: Joseph Selleny, BMfWFK, Grenzenloses Österreich (1996), Frodl: 19. Jahrhundert, Fuchs: Die österr. Maler des 19. Jhdts, Bestandskatalog: Österreichische Galerie Belvedere Wien,

Leopold Heinrich Vöscher

Leopold Heinrich Vöscher
Wien 1830 - 1877
Wanderer in alpiner Landschaft
Öl/Lwd, 70 x 91 cm, sign.

 

 

 

 

Neben seiner Ausbildung an der Wiener Akademie der bildenden Künste von 1846 - 1851 wurde Voescher von Anton Hansch in der Landschaftsmalerei unterwiesen. 1859 -1863 unternahm er Studienreisen nach Tirol, in die Schweiz und nach Oberitalien. Anschließend ließ sich Voescher für zehn Jahre in München nieder. Der Künstler spezialisierte sich auf die Darstellung von Alpenlandschaften, welche ab 1852 auf den Ausstellungen des Österreichischen Kunstvereines und ab 1873 im Münchner Kunstverein zu sehen waren. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Voescher in der Wiener Landesirrenanstalt, wo er auch verstarb. Die Vöschergasse in Wien Inzersdorf (23. Bezirk) wurde 1958 nach ihm benannt.   ⇒wikisource  

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, Gesamtkatalog: Österreichische Galerie im Belvedere Wien, Gesamtkatalog: Kunsthalle Kiel, Gesamtkatalog: Neue Galerie Joanneum Graz,

Adolf Chwala

Adolf Chwala
Prag 1836 - 1900 Wien
Landschaft bei Eisgrub
Öl/Holz, 36,5 x 53,5 cm sign.

 

 

 

Adolf Chwala war ein Repräsentant der böhmischen Romantik. Schüler der Prager Akademie bei Maximilian Haushofer. Seit 1864 in Wien ansässig, wo er in den 70er und 80er Jahren wiederholt ausstellte und Mitglied des Wiener Künstlerhauses wurde. Dort beschreibt man ihn als einen hervorragenden Maler von Nokturnen, also Nachtlandschaftsszenerien, die sehr populär waren. Das Werk Adolf Chwalas ist äußerst umfangreich, aber dennoch wurde dem Maler bisher nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Weder eine eigene Ausstellung, noch eine Monographie stand bisher über ihn zur Verfügung. Die Prager Nationalgalerie hat 2011 unter dem Titel "Verloren zwischen Prag und Wien" mit einer großen Sonderausstellung die Wiederentdeckung dieses bedeutenden Vertreters der böhmischen Landschaftsmalerei gefeiert. Eisgrub war die einstmals deutsche Bezeichnung des südmährischen Ortes Lednice. Der Ort war vom 13. Jhdt. bis zur Enteignung 1945 ein beliebter Sommersitz der Fürsten von Liechtenstein die hier ein prachtvolles Schloß im Stil der Tudor Gotik errichteten. Der Ort ist mit dem Schloß Lednice als Teil der Kulturlandschaft Lednice-Valtice in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes eingetragen.   ⇒Verloren zwischen Prag und Wien    ⇒wikipedia     ⇒lednice/wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdts, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Eisenberg: Das geistige Wien (1893), Fuchs: Die österr. Maler des 19. Jhdts, Sarka Leubnerova: Adolf Chwala (2011).

Hugo Darnaut

Hugo Darnaut
Dessau 1850-1937 Merkenstein
Kopfweiden im Auwald, um 1895
Öl/Lwd, 93 x 121 cm, sign.

 

 

 

 

Landschaftsmaler in Wien. Schüler der Wiener Akademie unter Eduard Peithner von Lichtenfels. Anschließend drei Jahre in Düsseldorf wo er zwar in keine Akademie oder Schule eintrat aber in Andreas Achenbach einen liebenswürdigen Förderer fand. 1876 Übersiedelung nach Wien. Seither regelmäßige Beteiligung an den Wiener Jahresausstellungen. Weiters Ausstellungen in München (Glaspalast 1900), Düsseldorf (Kunstausstellung 1904), Berlin (Akad. Ausstellung 1874, Große Kunstausstellung 1904) Weiters vertreten in Dresden, Prag, Florenz, Rom und Venedig. Seit 1872 Mitglied der Genossenschaft der bildenden Künstler. Ungeachtet seiner Erfolge und seiner gefestigten künstlerischen Position arbeitete Hugo Darnaut 1889 als 39 jähriger dann ein Jahr lang in der Schule des Meisters Gustav Schönleber in Karlsruhe. Ab 1893 übernahm Darnaut Schloß und Gut Plankenberg vom kurz davor verstorbenen Emil Jakob Schindler als Sommeratelier. Präsident des Wiener Künstlerhauses 1913-1918. In den achtziger Jahren war er an der malerischen Ausstattung des Naturhistorischen Museums in Wien beteiligt. In der Malweise knüpfte Darnaut sowohl an den Realismus des Wiener Biedermeier an, verarbeitete aber auch Einflüsse des Impressionismus. Er schuf farbig aufgelockerte, stimmungsvolle Landschaftsbilder. Großangelegte, die Topographie genau berücksichtigende Bilder, in routinierter Maltechnik ausgeführt, verhalfen Darnaut zu großer Anerkennung bei einem finanzkräftigen Publikum. Zu seinen Hauptwerken gehören die vom Kaiserhaus angekauften Gemälde "Stiller Nachmittag" und "Partie bei Waidhofen". Werke im niederösterreichischen Landesmuseum in St. Pölten, im Joanneum Graz sowie in der österreichischen Galerie im Belvedere und in vielen Privatsammlungen. In Reichenberg an der Rax erinnert der Hugo-Darnaut-Weg an den Künstler.    wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, Hevesi: Kunst des 19. Jhdts, Wiener Landschaften: Historisches Museum der Stadt Wien (1993), Fuchs: Die österr. Maler des 19. Jhdts, Heinz Mlinarik: Hugo Darnaut Diplomarbeit (1993), Im Hochsommer der Kunst: NG am Joanneum Graz (1997), Frodl: 19. Jahrhundert, Steinle/Danzer: Unter freiem Himmel (2000), Bestandskatalog: Österreichische Galerie Belvedere Wien,  Die Sammlung Eisenberger: Wien (1998)

Franz von Matsch

Franz von Matsch
Wien 1861 - 1942
Portrait Friedrich von Csatary, 1925 (Generaldirektor der Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft 1909 - 1923)
Öl/Lwd, 88 x 68 cm, sign.

 

 

 

 

 

Franz von Matsch besucht von 1876 bis 1883 die Wiener Kunstgewerbeschule. Mentor und wichtigster Lehrer ist Ferdinand Laufberger. Mit seinen Studienkollegen Ernst und Gustav Klimt bildet er eine sehr erfolgreiche "Maler-Compagnie", die ab den späten 70er Jahren zahlreiche Theater und öffentliche Gebäude in der gesamten Monarchie ausstattet. Ab 1892 ist er als Hofmaler tätig. Im selben Jahr wird er auch Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Von 1893 bis 1901 leitet er die Fachklasse für Malerei an der Wiener Kunstgewerbeschule. Deckenfresken im Burgtheater, Ausschmückung der Universitätsaula, Zwickelbilder im Kunsthistorischen Museum, Gemälde "Der triumphierende Achilles (8m) für das Achilleion auf Korfu, Totenmaske von Kaiserin Elisabeth und von Kaiser Franz Josef, zahlreiche Porträts von Mitgliedern der Wiener Gesellschaft, Kunstuhr des Anker in Wien am Hohen Markt. Werke von Matsch bewahrt vor allem das Historische Museum der Stadt Wien auf. Darunter auch die beiden berühmten Bilder: "Kaiser Franz Josef an seinem Schreibtisch" sowie "Im alten Burgtheater" (1888).  Das Gegenstück dazu stammt von Gustav Klimt.    ankeruhr    wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Hevesi: Österr. Kunst des 19. Jhdts, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, Franz von Matsch: Ein Wiener Maler der Jahrhundertwende, Giese: Matsch und die Brüder Klimt, Zuckerkandl: Zeitkunst, Hevesi: Acht Jahre Sezession, Parnass 4/94: Franz von Matsch, Wien: Kunst und Architektur, Frodl: 19. Jahrhundert (2002), Fuchs: Die österr. Maler des 19. Jhdts, Franz von Matsch: Die Kunstuhr des Anker in Wien, Husslein-Arco: Gustav Klimt und die Künstler-Compagnie (2007), Bestandskatalog: Österreichische Galerie Belvedere Wien, Rosenberger: Auf der Hohen Warte

Simon Glücklich

Simon Glücklich
Bielitz 1863-1943 Wien
Obststilleben
Öl/Ktn, 35 x 49 cm, sign.

 

 

 

 

Simon Glücklich besuchte 1880 - 1890 die Wiener Kunstakademie unter Leopold Karl Müller. Anschließend erfolgten mehrere Studienreisen nach Italien. Danach in München ansässig. Anfänglich pflegte Glücklich die Genre-Malerei, erst später folgte die Landschaft, der Akt und das Porträt. Das Historische Museum der Stadt Wien, das Museum in Troppau sowie Brünn besitzen Werke von ihm. Mehrere große Ausstellungen, so München Glaspalast 1891, Berliner große Kunstausstellung 1893, Wien Künstlerhaus 1894, Berliner Sezession 1899 sowie in Düsseldorf 1902, 1904 und 1913. In einem Bericht über Kaiser Franz Joseph und die erste Ausstellung der Secessionisten 1898 wird vermerkt, daß der Kaiser aus einer zeitgleich stattgefundenen Ausstellung des Künstlerhauses sechs Gemälde erworben habe, darunter "Das Bouquet" von Simon Glücklich. Zuvor wurde bereits sein Bild "Kinderquartett" vom Kaiserhaus erworben. Und schließlich erwähnt Jenö Eisenberger, einer der bedeutendsten privaten Kunstsammler Österreichs im Vorwort seines Gesamtkataloges, daß das Gemälde "Mädchen im Zimmer" von Simon Glücklich zu seiner frühesten Erwerbung zählt.     ⇒wikipedia     ⇒eisenberger    

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Eisenberg: Das geistige Wien, Fuchs: Die österr. Maler des 19. Jhdts, Die Sammlung Eisenberger: Wien (1998)

Carl Rahl

Carl Rahl
Wien 1812-1865
Damenporträt, 1848
Öl/Lwd, 48 x 44 cm, sign.

 

 

 

 

Carl Rahl erhielt seine erste Ausbildung bei seinem Vater, dem Maler und Kupferstecher Carl Heinrich Rahl d.Ä. Nach seinem Studium in Wien, München und Stuttgart, reiste er nach Paris und England und blieb schließlich bis 1846 in Rom. Ab 1850 lebte Rahl wieder vorwiegend in Wien wo er ab 1863 eine Professur an der Wiener Akademie inne hielt. Schon 1851 gründete Rahl eine Privatschule für Monumentalmalerei. Er erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge für Fresken und Deckenbilder, unter anderem in der griechischen Kirche in Wien am Fleischmarkt, in der Wiener Oper, im Heinrichhof (im Krieg zerstört) oder im Palais Todesco, der heutigen ÖVP Zentrale. Als "Vorläufer Makarts" in Wien (P.F.Schmidt) übte er auf die Wiener Malerei durch seinen drastischen und farbigen Eklektizismus großen Einfluß aus. Seine farblich und dynamisch bereicherte klassizierende Richtung wurde durch viele Schüler (C. Gripenkerl, E. Bitterlich, A. Eisenmenger, K. Lotz und anderen) fortgesetzt. Mehrere seiner Werke werden in der Österreichischen Galerie im Belvedere aufbewahrt. Im Jahr 1848, im Entstehungsjahr des vorliegenden Bildes hielt sich Carl Rahl in Kiel auf. In der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek Kiel befindet sich ein sehr ähnliches Porträt von Louise Gräfin von Reventlou aus 1847. Es liegt somit nahe, daß die Porträtierte eine Dame der Kieler Gesellschaft dieser Zeit darstellt. Die nach Carl Rahl benannte Treppenanlage verbindet die Rahlgasse mit der Mariahilferstraße im 6. Wiener Gemeindebezirk.  wikisource   ⇒rahlstiege   wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Grimschitz: Die österreichische Zeichnung im 19. Jhdt (1928), Hevesi: Österr. Kunst des 19. Jhdts (1903), Becker: Deutsche Maler (1888), Burckhardt: Briefe von und an Carl Rahl (1912), George-Mayer: Erinnerungen an Carl Rahl - Ein Beitrag zur Kunstgeschichte Wiens (von 1847-1865), Darmstaedter: Künstlerlexikon (1986), Frodl: 19. Jahrhundert (2002), Fuchs: Die österr. Maler des 19. Jhdts, Bestandskatalog: Österreichische Galerie Belvedere Wien, Schulte-Wülwer: Kieler Künstler, Gemäldekatalog: Kunsthalle Kiel

August Xaver Karl Ritter von Pettenkofen

August Xaver Karl Ritter von Pettenkofen
Wien 1822 - 1889
Hofansicht in Italien, 1873, Öl/Holz, 24 x 15 cm, monogr. a.p.
Frau bei der Küchenarbeit 1875, Öl/Holz, 21,5 x 13,5 cm, mongr. a.p.

 

 

 

 

 

 

Studium (1834-40) an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Leopold Kupelwieser, danach Schüler Franz Eybls. In dieser Zeit schuf Pettenkofen Genrebilder, vor allem Soldatenszenen und Porträts im Stil der älteren Wiener Schule, arbeitete als Illustrator und Lithograph. Die künstlerische Zäsur setzte 1851 mit seinem ersten Aufenthalt in Szolnok ein, das er von nun an für dreißig Jahre regelmäßig aufsuchte und deren Malerschule er begründete. Dabei widmete er sich der Landschaft und der Darstellung ihrer Bewohner. Er setzte seine Motive in einer aufgelockerten Formgebung um, konzentrierte sich auf malerische Probleme im Zusammenhang mit der Wirkung des Lichts. 1852 war er in Paris und lernte die Werke der Schule von Barbizon sowie Ernest Meissonier, den Meister des französischen Genrebildes im 19. Jahrhundert kennen. Er löste sich nun vollständig von der Tradition der Wiener Schule, sein biedermeierlich-zeichnerischer Stil lockerte sich auf, das Kolorit wurde leuchtender und er fand zu neueren Kompositionsmodellen. Die folgenden Jahrzehnte waren von einer unermüdlichen Reisetätigkeit geprägt. Ähnlich wie später Emil Jakob Schindler war auch Pettenkofen ständig auf der Suche nach entsprechenden Landschaftsmotiven, die er in Wien nicht imstande war zu finden. Neben regelmäßigen Aufenthalten in Szolnok und Paris besuchte er in den sechziger und siebziger Jahren häufig Italien, oft in Gesellschaft seines Kollegen und Freundes Leopold Carl Müller. 1874 Erhebung in den Adelsstand. Der Name Pettenkofens ist mit dem Beginn des Realismus und dem Einfluß frankophiler Elemente in der österreichischen Malerei untrennbar verbunden. Er gilt als der Pionier einer neuen Landschaftsauffassung die die ältere Wiener Schule des Biedermeier ablöste und zum Stimmungsimpressionismus überleitete. Werke in zahlreichen Museen, vorwiegend in der Österreichischen Galerie im Belvedere aber auch im Metropolitan Museum of Art in New York. Die nach ihm benannte Pettenkofengasse befindet sich im 3. Wiener Gemeindebezirk, unmittelbar neben dem Botanischen Garten.   ⇒wikisource     ⇒belvedere     ⇒textezukunst    ⇒wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdts, Becker: Deutsche Maler (1888), Arpad Weixlgärtner: August von Pettenkofen (1916), Miethke: Katalog des künstlerischen Nachlasses August Ritter von Pettenkofens (1889), Roessler: August von Pettenkofen (1921), Grimschitz: Die österreichische Zeichnung im 19. Jhdt (1928), Pollak: Österreichische Künstler (1905), Auerhammer: Maler aus Österreich in Szolnok, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, Hevesi: Österreichische Kunst des 19. Jhdt (1903), Riehl: Österreichische Malerei in Hauptwerken (1957), Frodl: 19. Jahrhundert (2002), Steinle/Danzer: Unter freiem Himmel (2000), Strasser: August von Pettenkofen, Die Szolnoker Bilder, Dissertation Salzburg (1983), Darmstaedter: Künstlerlexikon (1986), Leopold/Smola: Verborgene Schätze der österreichischen Aquarellmalerei (2010), Grabner: Orient&Okzident (2012), Bestandskatalog: Österreichische Galerie Belvedere Wien, Die Sammlung Eisenberger: Wien (1998), Leopold: Meisterwerke aus dem Leopold Museum Wien (2001)

Josef von Führich

Josef von Führich
Kratzau 1800 - 1876 Wien
Der Gang nach Emmaus, 1833
Öl/Lwd, 41 x 45 cm, sign.

 

 

 

Von seinem Vater, Landmaler Wenzel F. vorgebildet, erregte der 18jährige Autodidakt 1819 mit 2 Gemälden Aufsehen auf der Kunstausstellung zu Prag, wo er im gleichen Jahre auf der Kunstschule Aufnahme fand. 1827-1829 durch ein von Fürst Metternich ermöglichtes Stipendium Aufenthalt in Italien, wo er in Rom weilte und mit Koch, Schnorr und Veit unter der Leitung Overbecks an den Freskogemälden der Villa Massimi mitarbeitete. Overbecks Einfluß gewann ihn für die Richtung der Nazarener, welcher Schule Führich von da an treu geblieben und deren hervorragendster österreichischer Vertreter er in der Folge geworden ist. 1834 folgte er einem Rufe Metternichs als Kustos an die gräflich.Lambergsche akademische Gemäldegalerie nach Wien. Ab 1840 Professur für geschichtliche Komposition. 1844-1846 schuf er seinen durch zahllose Reproduktionen weltbekannt gewordenen Kreuzweg in der St. Johann Nepomuk Kirche in der Praterstraße in Wien und 1847 die für den Londoner Kunstverlag Hering und Remington bestimmten, lithographierten "Biblischen Bilder", bis das Revolutionsjahr 1848 seine reiche, künstlerische Tätigkeit unterbrach und ihn zur Flucht nach Nordböhmen zwang. Bemerkenswert aus dieser Periode sind seine Tafelgemälde "Jakob und Rahel", "Mariens Gang über das Gebirge" sowie "Vision Jerusalems", "Trauernde Juden", "Gang zum Ölberg" "Hirtenknabe David" "Triumphwagen Christi" etc. Allesamt berühmte Gemälde.
Nach Führichs Rückkehr erfolgte 1851, bedingt durch die Umgestaltung der Wiener Akademie die Aufhebung der Professur für Kompositionslehre, womit auch die sogenannte "Führichschule" aufhörte, doch blieb ein Großteil seiner Schüler ihm treu und trat in die dem Künstler zugewiesene neuerrichtete Spezial-Meisterschule für Malerei über. Zur selben Zeit wurde er mit der künstlerischen Fresken-Ausschmückung der neuerbauten Kirche von Altlerchenfeld in der Wiener Josefstadt betraut, wozu er den gesamten Ideengang entwarf und ihn durch Kupelwieser, Engerth, Blaas u.a. unterstützt, im Verlaufe eines Jahrzehntes zur Ausführung brachte. Es ist dies das Größte seiner Werke. Führich hat im Laufe seines Lebens zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, unter anderem erfolgte die Erhebung in den Ritterstand durch Kaiser Franz Josef. Vom hier gezeigten Gemälde sind 4 Ausführungen bekannt. Eine davon befindet sich in der Kunsthalle Bremen.
Werke Josef von Führichs befinden sich u.a. in  folgenden Museen: Österreichische Galerie im Belvedere, Kunsthalle Bremen, Stift Kremsmünster, Albertina, National Gallery of Art, Washington, Staatliche Kunstsammlung Kassel, Kunsthalle Mannheim. Die im Zentrum der Stadt Wien, gleich hinter dem Hotel Sacher gelegene Führichgasse ist nach dem Künstler benannt.     aeiou   othmarkirche   wikisource   wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdts, Meyers Konversationslexikon (1890), Grimschitz: Die österreichische Zeichnung im 19. Jahrhundert (1928), Josef von Führich: Lebenserinnerungen, Die Altlerchenfelder Kirche (1911), Wörndle: Joseph Ritter von Führich (1911), Geller: Ernste Künstler, fröhliche Menschen - Deutsche Künstler in Rom, Becker: Deutsche Maler (1888), Muther: Geschichte der Malerei (1920), Riehl: Österreichische Malerei in Hauptwerken (1957), Hevesi: Österreichische Kunst des 19. Jhdts (1903), Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdts, The Catholic Encyclopedia, Darmstaedter: Künstlerlexikon (1986), Holle: Kunstgeschichte, Frodl: 19. Jahrhundert (2002), Fuchs: Die österr. Maler des 19. Jhdts, Bestandskatalog: Österreichische Galerie Belvedere Wien, Bestandskatalog: Staatliche Kunstsammlung Kassel (1991)

Sigmund L'Allemand

Sigmund L'Allemand
Wien 1840 - 1910
Die Rast, 1867
Öl/Papier/Lwd, 68 x 49 cm, sign.

 

 

 

 

 

 

Schlachten- und Bildnismaler. Er war erst Schüler seines Onkels Fritz L'Allemand dann auf der Wiener Akademie unter Christian Ruben, wo Karl von Blaas sein eigentlicher Lehrer war und dessen Nachfolger im Lehramt er im Mai 1883 wurde. 1864 während des schleswig-holsteinischen Krieges und 1866 im italienischen Feldzug war er in den Hauptquartieren. Die dort gemachten Studien verwertete er dann in einigen großen Schlachtenbildern. (u.a. "Schlacht bei Custozza"). Weitere berühmte Historienbilder L'Allemands sind "Daun in der Schlacht bei Kolin", "Loudon über das Kunersdorfer Schlachtfeld reitend". Viele seiner Bilder wurden vom Kaiserhaus angekauft und befinden sich heute sowohl in der Österreichischen Galerie im Belvedere als auch im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien. In den 80 und 90 Jahren ist er viel beschäftigt mit Repräsentationsbildnissen von Mitgliedern des Kaiserhauses, der Aristokratie und hoher Militärs. L'Allemand lehrte ab 1883 als Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Er war Mitglied jener Prüfungskommission, die im Oktober 1907 die Aufnahme Adolf Hitlers als Kunststudent in die Akademie ablehnte.   ⇒wikipedia 

Literatur: Thieme Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jahrhunderts, Bötticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Meyers Konversationslexikon (1890), Hevesi: Österreichische Kunst des 19. Jahrhunderts (1903), Becker: Deutsche Maler (1888), Darmstaedter: Künstlerlexikon (1986), Rauchensteiner: Das Heeresgeschichtliche Museum im Wien, Bestandskatalog: Österreichische Galerie im Belvedere Wien, 

Hugo Charlemont

Hugo Charlemont
Jamnitz 1850 - 1939 Wien
Blumenstilleben, Öl/Holz, 42 x 58 cm, sign.
Interieur, 1917, Öl/Holz, 57,5 x 71,5 cm, sign.

 

 

 

 

Maler, Zeichner und Radierer. Seit 1873 Schüler von Eduard Peithner von Lichtenfels in der Wiener Akademie, zusammen mit Theodor von Hörmann und Hugo Darnaut), danach Studium in Holland. Weiterbildung bei seinem Bruder Eduard sowie bei Hans Makart. Charlemont ist ein thematisch wie stilistisch äußerst vielseitiger Maler und hat ein umfangreiches Werk hinterlassen. Seine zahlreichen Bilder zeichnen sich durch reizvolles Kolorit und sorgfältige, aber nie ins Kleinliche fallende Durchführung der Einzelheiten aus. Stilleben von Blumen und Früchten, Innenräume und Werkstätten mit vorzüglicher Wiedergabe des geschickt arrangierten alltäglichen Werkzeugs. Weiters zarttonige Landschaften. Duftige, farbenreiche Bilder mit südlichen Motiven. Viele Auftragsarbeiten zur Dokumentation von Ausgrabungsfunden oder topographische Ansichten von Städten oder Industrieanlagen. Charlemont war mit seinen Werken auf unzähligen europäischen Ausstellungen vertreten. In dem von Kronprinz Rudolf begründetem Werk "Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild" ist er Illustrator.   ⇒wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Hevesi: Österr. Kunst im 19. Jhdt (1903), Fuchs: Die österr. Maler des 19. Jhdts, Frodl: 19. Jahrhundert (2002), Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild (1886-1902), Bestandskatalog: Österreichische Galerie Belvedere Wien, 

Ludwig Adam Kunz

Ludwig Adam Kunz
Wien 1857 - 1929 München
Am Waldrand
Öl / Leinwand, sign,

 

 

 

 

 

 

Kunz studierte zuerst Bildhauerei bei Viktor Tilgner, dann ab 1876 Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien und beendete 1878 sein Studium an der Münchner Königlichen Akademie der Künste bei Franz von Lenbach und Friedrich August Kaulbach. Anfänglich schuf er verschiedenartige Bilder (Landschaft, Genre, Akt, Stilleben), seit seinem Aufenthalt 1885 in Paris bei Mihaly von Munkacsy, widmete er sich fast ausschließlich dem Stilleben nach Art der altniederländischen Malerei. 1896 wurde er zum Professor an der Münchner Akademie berufen. Im ehemaligen Landhaus des Malers Cosmas Damian Asam in Maria Einsiedel bei München hatte er sein Atelier eingerichtet. 1881 goldene Medaille der Wiener Jahresausstellung, 1897 große goldene Medaille der Internationen Kunstaustellung München.  ⇒wikipedia  

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Karl Thomas: Adam Kunz, Monographie, 1921, Fuchs: Die österreichischen Maler des 19. Jhdt.

Franz von Pausinger

Franz Xaver von Pausinger
Frankenburg 1839 - 1915
Kronprinz Rudolf an einer Wasserstelle
Szene aus der Orientreise mit Kronprinz Rudolf, 1881
Tusche auf Papier auf Karton, 42,5 x 75,5 cm, sign.

 

 

Tier- Jagd und Landschaftsmaler sowie Illustrator. Studierte an den Kunstakademien Wien und Karlsruhe unter Johann Wilhelm Schirmer und Carl Friedrich Lessing und ging danach mit Rudolf Koller nach Zürich. Franz Xaver von Pausinger unternahme viele Studienreisen. 1881 begleitete er den Kronprinzen Rudolf bei seiner Orientreise und dokumentierte diese durch Zeichnungen. Das vorliegende Werk ist ein Original dieser Reise. Pausinger lebte abwechselnd in Wien, Salzburg und München. Als passionierter Jäger und Jagdgenosse Kaiser Franz Josephs stammen viele seiner Motive aus dem Bereich des Waldlebens.    ⇒wikipedia      ⇒atterwiki

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jahrhundert, Bötticher: Malerwerke des 19. Jahrhundert, Hevesi: Österreichische Kunst im 19. Jahrhundert (1903), Frodl: 19. Jahrhundert (2002),  Kronprinz Rudolf: Eine Orientreise, Bestandskatalog: Österreichische Galerie im Belvedere Wien, 

Arnold Clementschitsch

Arnold Clementschitsch
Villach 1887 - 1970
Porträt Arthur von Guttenberg, 1941 (Bezirkshauptmann von St. Veit/Glan und von Lienz)
Öl/Lwd, 85 x 75 cm, sign
.

 

 

 

 

Arnold Clementschitsch zählt mit zu den bedeutendsten Malern der klassischen Moderne in Österreich. Seine künstlerische Ausbildung begann um 1908 bei der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt unter Professor Landa in Wien. 1909 Eintritt in die Akademie der bildenden Künste. 1910 bei Professor Bertold Löffler an der Kunstgewerbeschule. 1911-1915 Aufenthalt in München und Besuch der Akademie. Von 1915-1918 Kriegsdienst. Nach Ende des 1. Weltkrieges bewohnte er das Sommerhaus der Eltern oberhalb des Ossiacher Sees. Von jetzt abwechselnd in Wien und Kärnten. Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg lassen den Maler Höhepunkte seines künstlerischen Schaffens erreichen. So konnte er 1920 in der Wiener Secession seine erste Kollektivausstellung zeigen, die 21 Ölbilder umfaßte. Alle Werke wurden verkauft. Ab 1924 enge Freundschaft mit Herbert Böckl mit dem er kurzzeitig auch das Atelier teilte. Aufenthalte in Paris und Südfrankreich, mehrmals in Italien. 1937 wird Clementschitsch anläßlich seines 50. Geburtstages Ehrenbürger der Stadt Villach. 1946 gründet er das "Landesinstitut für bildende Kunst" in Klagenfurt. 1946 Großer österreichischer Staatspreis. Werke des Künstlers findet man im Museum der Stadt Villach, Kärntner Landesgalerie Klagenfurt sowie im Leopold Museum in Wien. Arthur Guttenberg war mit der Kärntner Malerin Elisabeth Guttenberg-Sterneck verheiratet. In Villach erinnert die Arnold-Clementschitsch-Straße an den großen Künstler Kärntens.  belvedere   wikipedia

Literatur:  Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jhdt, Springschitz: Arnold Clementschitsch (1957), Clementschitsch: Wege und Irrwege eines Malers (1947), Milesi: Über Kärntner Malerei im 20. Jhdt (1957), Lukeschitsch: Der Maler Arnold Clementschitsch, Dissertation, Spielvogel-Bodo: Arnold Clementschitsch, Fuchs: die österr. Maler des 20. Jhdts, Dichand: Die Künstler der klassischen Moderne in Österreich (1989), Leopold: Meisterwerke aus dem Leopold Museum Wien (2001)

Friedrich Gauermann

Friedrich Gauermann
1807 Miesenbach - 1862 Wien
Alpine Landschaft mit Weidevieh
Bleistiftzeichnung, 30,5 x 51 cm
bez. Hintersee, Rückseite mit altem russischem Sammlungsstempel sowie Stempel der Deutschen Staatsbibliothek

 

 

Friedrich Gauermann war ein sehr populärer Landschaftsmaler der Biedermeier-Zeit. Er löste sich von der durch Figuren belebten Vedutenmalerei und orientierte sich an der Altniederländischen Malerei. Dadurch gelang es ihm, einen neuartigen Wiener Landschaftsnaturalismus zu begründen. 1826 stellte er erstmals seine durch Licht- und Stimmungseffekte geprägten Bilder aus. Nach einem großen Ausstellungserfolg 1830 begann er seine Wald- und Berglandschaften mit Tieren zu bevölkern, was typisch für Gauermanns Bilder werden sollte. Bei der Wiener Kunstausstellung wurde Gauermann an die Spitze der Landschaftsmalerei gestellt. Gauermann studierte seine Motive in freier Natur. Seine Tierdarstellungen ragen in der österrecihischen Malerei in ihrer Art hervor. Die herausragende kunsthistorische Bedeutung lag in seiner zeichnerischen und koloristischen Meisterschaft.  ⇒wikipedia 

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Bötticher: Malerwerke des 19. Jhdt, Frodl: 19. Jhdt, Hevesi: Österreichische Kunst im 19. Jhdt, Fuchs: Die österr. Maler des 19. Jhdt, Grimschitz: Die österr. Zeichnung im 19. Jhdt, 

Rosa Mayreder

Rosa Mayreder
Wien 1858 - 1938
Nelken in der Vase, "Ihrem threuen Freunde Gottfried", 14. Februar 1892
Aquarell, sign.

 

 

 

 

 

 

Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, Essayistin, Kulturphilosophin, Musikerin und Malerin. Als Künstlerin war sie Schülerin von Hugo Darnaut und Eduard Charlemont. Ehefrau des Architekten und späteren Rektors der Technischen Hochschule, Karl Mayreder. 1891 werden im Wiener Künstlerhaus erstmals Aquarelle Rosa Mayreders ausgestellt, einige Bilder an der Weltausstellung 1893 in Chicago. 1897 ist Rosa Mayreder Mitbegründerin des Vereines "Kunstschule für Frauen und Mädchen", um eine bessere Kunstausbildung für Frauen zu ermöglichen. Der letzte 500-Schilling Schein Österreichs trägt ihr Portät. Rosa Mayreder ist eine der eindrucksvollsten und bedeutendsten Persönlichkeiten Ihrer Zeit. Obwohl sie sich eher als Einzelkämpferin verstand, engagierte sie sich in vielen Aktivitäten der Frauenbewegung. Sie gründete mit anderen den Allgemeinen Österreichischen Frauenverein und wurde auch gemeinsam mit Bertha von Suttner in der Friedensbewegung aktiv. Der ihr gewidmete Rosa-Mayreder Park befindet sich vor der Karlskirche in Wien. Im 22. Wiener Gemeindebezirk weist die Mayrederstraße auf sie hin und im 9. Bezirk Wiens finden wir das Rosa-Mayreder-College.  ⇒wikipedia   ⇒standard   ⇒Frauen in Bewegung    ⇒anthrowiki    ⇒dasrotewien    ⇒austria forum    ⇒rosamayreder.de    

Literatur: Thieme-Becker: Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Murau: Wiener Malerinnen,  "...hübsche Blumenstücke und Stilleben..." Rosa Mayreder und andere bildende Künstlerinnen in Wien um 1900, in: Aufbruch in das Jahrhundert der Frau? Rosa Mayreder und der Feminismus in Wien um 1900 (Ausstellungskatalog Historisches Museum der Stadt Wien), Wien 1989.  Bibliographie Rosa Mayreder, 

- Gemälde österreichischer Künstler -