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Gemälde österreichischer Künstler -Seite 2-

Ernst Fuchs

Ernst Fuchs
Wien 1930 - 2015
Porträt Josef von Ferenczy, 1993 (Medienmanager, Verleger und Filmproduzent, 1919-2011)
Öl/Lwd, 71 x 86 cm, sign.

 

 

 

 

⇒Wikipedia     ⇒Ernst-Fuchs-Zentrum      ⇒Josef von Ferenczy/Nachruf      ⇒Josef-von-Ferenczy


Literatur: Ernst Fuchs: das grafische Werk: 1967-1980, Ernst Fuchs: Villa Wagner, Otto Wagner und seine erste Villa (1989), Ebeling: Festschrift für Ernst Fuchs (1973), Hartmann: Fuchs über Ernst Fuchs - Bilder und Zeichnungen von 1945-1976 (1977), Josef von Ferenczy: Dialog - Mein Weg zu Menschen (2000), Glotz/Ferenczy: Dialog der Gegensätze - Ein Schritt für Europa (1985), Glotz: Josef von Ferenczy - Die Erfindung des Medienmanagements (1998), Riehl-Heyse: Götterdämmerung - Die Herren der öffentlichen Meinung (1999), Ferenczy: Das Herz bekommt keine Falten, Bestandskatalog: Neue Galerie der Stadt Linz, Die Sammlung Eisenberger: Wien (1998)

Willy Eisenschitz

Willy Eisenschitz
Wien 1889 - 1974 Paris
Landschaft in Südfrankreich
Skizze, Mischtechnik/Ktn, 31 x 49 cm, sign.

 

 

 

Als Sohn einer jüdischen Advokatenfamilie in Wien geboren beginnt Eisenschitz 1911 an der Akademie der Bildenden Künste zu studieren setzt allerdings sein Studium schon im nächsten Jahr in Paris fort. 1914 Heirat mit der Malerin Claire Bertrand. 1920 zieht die Familie in die Provence was auch seine Arbeit entscheidend prägte. Ab 1935 französischer Staatsbürger. Nach Kriegsausbruch ist Eisenschitz aufgrund seiner jüdischen Herkunft Repressalien ausgesetzt, sein Wohnsitz wird beschlagnahmt, er wird von Freunden versteckt und arbeitet unter einen Pseudonym. Eisenschitz lebte den größten Teil seines Lebens in Frankreich. Die französische Moderne, allen voran Cezanne beeinflußten ihn sehr.
In Frankreich lernt er den Schriftsteller Aldous Huxley kennen und dieser schreibt 1934 in einem Katalog zu einer Eisenschitz Austellung in London folgende Sätze: "Die echte Provence ist von zarten und nichtsdestoweniger kräftigen Farben beseelt, sie ist steng, ja wild, jedoch von lauterster Feinheit, sie verbindet Weite und Noblesse mit dem Reichtum klar nuancierter Farbgebung. Eisenschitz, so scheint es mir, gelingt es in seinen bewunderungswürdigen Aquarellen, einen großen Wesensanteil transparent zu machen.  Das Ungestüme der provenzialischen Landschaft ist ebenso darin enthalten wie ihre Verschwiegenheit, ihre Strenge und ihr Reichtum. Wir haben es hier mit dem Werk eines Künstlers zu tun, der mit Sensibilität und Raffinesse, aber auch mit bemerkenswerter Kraft ausgestattet ist."    ⇒ecoledeparis   ⇒OENB     ⇒wikipedia    ⇒namoc    ⇒widder

Literatur: Vollmer: Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jhdt,  Peintres Juifs a Paris 1905-1939, Jean Perreau: Willy Eisenschitz, Werksverzeichnis (1999), Metlewicz/Tromayer: Willy Eisenschitz, "Leben und Werk" (1988), Kunsthandel Widder: Willy Eisenschitz (2009), Fuchs: Die österr. Maler des 20 Jhdts,

Gerhart Frankl

Gerhart Frankl
Wien 1901 - 1965
Stadtansicht, 1924
Öl/Ktn, 53 x 41 cm, monogr. GF

 

 

 

 

 

Nach einem kurzen Chemiestudium wandte sich Gerhart Frankl ganz der Malerei zu. Begeistert von den Bildern des Nötscher Kreises in Kärnten, verbrachte er dort als Schüler von Anton Kolig die Sommer 1920 und 1921. Daneben beschäftigte er sich intensiv mit der Kunst der Alten Meister und versteht es, die unterschiedlichen Einflüsse in seine eigene Bildsprache zu übersetzen. In seiner Auseinandersetzung der Farbe und dem Raumgefüge wird ihm Paul Cezanne zum Vorbild. Seine Studienreisen führten ihn nach Paris, Südfrankreich, Nordafrika, Deutschland und Holland. 1938 musste er nach Englang emigrieren, seine Eltern starben im Konzentrationslager Theresienstadt. 1947 versuchte er wieder in Wien Fuß zu fassen, kehrte aber bereits eineinalb Jahre später nach London zurück. An den Universitäten von Cambridge und London arbeitete er als Lektor. Malerisch änderte er in diesen Jahren seine Bildkompositionen, in der farbigen Auflösung der Strukturen tastete er sich bis zur Grenze der Abstraktion vor. Als späte Anerkennung seiner Heimatstadt erhielt er 1963 den Preis der Stadt Wien.
Obwohl Gerhart Frankl Anton Koligs zeichnerische und malerische Ausdrucksform rezipierte, setzte er schon früh eigene Akzente in seinen Landschaftsarbeiten und Stilleben. Er bemühte sich um scharf gezeichnete Umrisslinien und um deren Verhältnis zur zweidimensionalen Bildebene. Er verbindet Koligs bewegten Pinselstrich, seine reiche Binnenstrukturen und unruhigen Schattierungen mit seiner eigenen Art und Weise der wohlüberlegten Bildkomposition und kühlen Farbwahl.  ⇒wikipedia    ⇒Wien Geschichte    ⇒Belvedere   

Literatur: Vollmer: Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jhdts, Tietze: G.F. Wien 1930, Ausstellungs-Katalog: Gerhart Frankl. 1901-1965, Österreichische Galerie Belvedere, Wien 2000, Julian Sofaer: Gerhart Frankl, London 1996, Novotny: Gerhart Frankl, Salzburg 1973, Ausstellungs-Katalog: Gerhart Frankl, Der Maler, Kärntner Landesgalerie 1991, Edwin Lachnit: Ringen mit dem Engel, Wien 1998, Werksverzeichnis: Neue Galerie der Stadt Linz, Leopold: Meisterwerke aus dem Leopold Museum, Wien 2001, Fuchs: Die österreichischen Maler des 20. Jhdts,

Eduard Kasparides

Eduard Kasparides
Krönau 1858 - 1926 Gleichenberg
Abendstimmung am Meer
Öl/Lwd, 62 x 100 cm, sign.

 

 

 

Maler in Wien, entstammte einer Färberfamilie. Besuchte 1876 - 1884 die Wiener Akademie. 4 Jahre Spezialschule bei Josef Mathias von Trenkwald, hauptsächlich jedoch autodidaktisch gebildet. 1885 in München. Seit 1886 in Wien, wo er Mitglied der Künstlergenossenschaft wurde und, abesehen von der Zeit 1900 - 1905, während der er dem Hagenbund angehörte, im Künstlerhaus ausstellte. Studienreisen in Italien, Deutschland, Schweden und Rußland. Malte anfangs Genre und religiöse Historien, so Beweinung Christi (1888, Museum Brünn), Pieta (1892). Das verlorene Paradies (1895). Seit 1899 vorzugsweise impressionistische Landschaften, meist Abendstimmungen, darunter Heustadlwasser im Wiener Prater, wofür er auch die kleine goldene Medaille 1900 bekam. Zahlreiche Marinen (Nord- und Ostseeküste, Ragusa, Nervi). In späterer Zeit Figurenbilder ("Empor zum Licht"), und viele Porträts u.a. jenes der Zarin Alexandra Feodorowna 1897. Als Anhänger der fortschrittlichen Linie des Wiener Künstlerhauses schloß sich Kasparides als Gründungsmitglied im Jahr 1900 dem Wiener Hagenbund an. In seiner Auffassung näherte sich Kasparides damals dem Wiener Secessionismus. Allerdings blieb der Künstler im Duktus und Farbauftrag im Gegensatz zu den Secessionisten, die einen postimpressionistischen Divisionismus für sich adaptierten, vergleichsweise traditionell. Im Jahr 1900 beteiligter er sich an der Weltausstellung in Paris, wo er mit der "Mention Honorable" ausgezeichnet wurde.   ⇒Biographisches Lexikon  

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Die verlorene Moderne: Der Künstlerbund Hagen 1900-1938, Fuchs: Die österr. Maler des 20. Jhdts

Wilhelm Kaufmann

Wilhelm Kaufmann
Wien 1895 - 1975
Die Villa im Süden
Aquarell/Gouache, 49 x 65 cm, sign.

 

 

 

 

Der Farbdynamiker Wilhelm Kaufmann stellt die Wirklichkeit nicht als etwas statisches, Festes, Dauerndes dar, sondern als etwas permanent im Wandel Befindliches. Landschaften, Akte, Sportbilder, Stilleben, Portrait, ... all seine Werke exzellieren durch die Dynamik, die seinen Werken innewohnt, durch die hohe koloristische Kraft, durch seine spontane, temperamentvolle Pinselschrift.   ⇒wikipedia  

⇒Wilhelm-Kaufmann/Homepage

Georg Merkel

Georg Merkel
Lemberg 1881 - 1976 Wien
Mädchenbildnis
Malkreide, 41 x 31 cm, sign.

 

 

 

 

 

Georg Merkel wurde 1881 in Lemberg geboren. Er studierte an der Akademie in Krakau unter Josef von Mehoffer und Stanislaw Wyspianski. Ab 1905 setzte er seine Studien in Paris fort. Frankreich blieb für sein weiteres Leben immer ein bedeutender Bezugspunkt. 1908 heiratete er die französische Malerin Louise Romee. Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges versuchte er mit allen Mitteln nach Östereich zu kommen um hier als Soldat zu dienen. Fast hätte er sein Augenlicht im Krieg verloren. Er arbeitete erfolgreich in Wien, wurde Mitglied der Secession und des Hagenbundes. 1938 Emigration nach Paris wo er bis 1972 blieb. Danach kehrte er nach Wien zurück. Merkel hat schon in den frühen Jahren begonnen, sich in einfachen Bildern, mit den Gesetzen der Komposition, mit den Linienführungen und mit dem Aufbau des Volumens vertraut zu machen. Vor allem beschäftigte er sich aber mit dem Problem von Farbe und Licht. Durch die unterschiedliche Kombination von Farben ändert sich auch ihre Wirkung. Dieses Ringen um den Farbaufbau macht das Wesentliche in Merkels Kunst aus. Er beschäftigte sich in seiner Malerei immer mit denselben Motiven: der Mensch in seiner Beziehung zu den Mitmenschen und sein Verhältnis zur alles bestimmenden Natur.     ⇒zinkenbach   wikipedia

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Fuchs: Die österr. Maler des 20. Jhdts, Giese/Schweiger: Georg Merkel, Ausstellungskatalog (1986), Buschbeck: Georg Merkel (1927), Tietze: Georg Merkel (1922), Fuchs: Die österr. Maler des 20. Jhdts, Bestandskatalog: Neue Galerie der Stadt Linz

Demeter Koko

Demeter Koko
Linz 1891 - 1929
Wiese am Stadtrand, 1926
Öl/Lwd, 37 x 48 cm, sign.

 

 

 

Landschafts- und Tiermaler. Schüler von Tarnoczy in Linz, dann von Knirr und Heinrich von Zügel in München. Seit 1918 in Linz ansässig. Wiederholt Aufenthalte in Ungarn, Siebenbürgen, Steiermark, Salzkammergut und Italien. 1921 Staatspreis. Im Landesmuseum Linz befindet sich von ihm ein Bild mit der Bezeichnung "Hühnerhof". Demeter Koko war der Maler der Geflügelhöfe, der Zeichner der Tierwelt, der Schilderer des bäuerlichen Lebens, der Maler von Blumenstücken und Hafenbildern, von Szenen aus der Puszta, von Märkten, Viehschwemmen und Herden. Er stieß nicht bahnbrechend in das Neuland der zeitgenössischen Kunst vor, er blieb im Gegenteil zeitlebens den "revolutionären" Anschauungen seiner Linzer Jugendzeit treu, d.h. er war mit Leib und Seele der Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts verbunden. Aus den ersten Eindrücken im Linzer Kunstverein, aus den entscheidenden Jahren, die er in München verbrachte, und aus dem Einfluß seines großen Lehrers und Meisters Heinrich von Zügel sind sowohl seine Einstellung zur Kunst als auch sein Schaffen zu verstehen. ⇒artemons   ⇒wikipedia

Literatur: Vollmer: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler des 20. Jhdts, Wallner: Demeter Koko (1961), Suppan: Demeter Koko, Eine Welt in Licht und Farbe (1997), Fuchs: Die österr. Maler des 20. Jhdts,

Karl Kaufmann

Karl Kaufmann
Neuplachowitz 1843 - 1905 Wien
Venedig
Öl/Lwd, 21 x 35 cm, sign.

J. Wilhelm Jankowsky

J. Wilhelm Jankowsky
Österreich 1825 - 1870
Wasserschloß Laxenburg bei Wien
Öl/Holz, 25,5 x 47,5 cm, sign.

 

Adolf Schwarz

Adolf Schwarz
Wien 1869 -1926
Ansicht von Monte Carlo
Aquarell/Gouache, 38 x 52 cm, sign.

 

 

 

 

Landschafts- und Marinemaler. Adolf Schwarz erhielt seine Ausbildung an der Wiener Akademie durch Sigmund l'Allemand, Adolf Hiremy-Hirschl und Adolf Kaufmann. Im Laufe seiner künstlerischen Laufbahn schuf er eine große Anzahl von Moorlandschaften und Donaubildern, Schiffsbilder von der Adria, Studien von Schiffswerften, Schmieden in Hüttenwerken und Werkstätten. Ausstellungen in Wien,  München, Berlin, St. Petersburg, Prag. Ab 1900 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Nach seinem Tod 1926 hat seine Gattin 120 Ölgemälde mit Arbeitsthemen  der Sozialistischen Partei gewidmet.    ⇒Biographisches Lexikon    

Literatur: Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 19. Jhdt, Fuchs: Die österr. Maler des 20. Jhdt.

Franz Xaver Pieler

Franz Xaver Pieler
Wien 1876 - 1952 Klosterneuburg
Blumenstück
Öl/Lwd, 45 x 36 cm, sign.

Mony Khoury

Mony Khoury
geb. 1965 in Damaskus
Tor in Damaskus
Öl/Lwd, 100 x 70 cm, sign.

 

 

 

 

 

 

Studium an der Universität von Damaskus sowie an der Universität für Angewandte Kunst in Wien (Malerei und Grafik). Lebt seit Beendigung des Studiums in Österreich. Mony Khoury arbeitet als vielseitig engagierte Künstlerin in den Bereichen Malerei, Grafik, Videoperformance, Fotografie. Mitarbeit bei unterschiedlichsten Kunstprojekten zwischen Österreich und Syrien.

Edi Schwaiger

Edi Schwaiger
geb. 1925 in Hall in Tirol
Haus in Bad Radkersburg, 1998, Öl/Platte, 31 x 41 cm, sign.
Mohnblume, 50 x 40 cm, Öl/Platte

 

 

 

Edi Schwaigers berufliche Tätigkeiten führten ihn über Jahrzehnte in nahezu alle Kontinente und brachten ihn mit vielen Menschen und fast allen Kulturen und Religionen in Berührung. Zeitlebens kunstinteressiert, war es ihm aber erst im Ruhestand möglich, sich intensiv mit der Malerei, vornehmlich in Öl, zu befassen und seine Eindrücke zu verarbeiten. Der Kontakt mit vielen Künstlerpersönlichkeiten und rund 20 Malreisen mit dem "Roggenburger Künstlerkreis" aus Ulm in Österreich, Deutschland, in der Toskana, Provence, in Griechenland, Tunesien etc. und ein besonderes Studium der Farbenlehre haben sein Können gefestigt. Seine Werke wurden in Einzel- und Kollektivausstellungen gezeigt. Es sind fast durchwegs Landschaftsbilder und Stilleben, wobei der bisherige Weg einer naturalistisch-impressionistischen Darstellungsweise bis in den Bereich der neuen Sachlichkeit führt.   ⇒schwaiger

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